Willkommen in meinem Blog!

Auf diesen Seiten werde ich über meine Erfahrungen mit den von mir genutzten Betriebssystemen Debian, Ubuntu, andere Linux-Distributionen, Windows etc. berichten und einige freie Tools vorstellen, die ich nutze. Ich werde hier versuchen Probleme, Lösungen, Tips & Tricks darzustellen.

Donnerstag, 26. April 2012

Ubuntu 12.04 LTS Precise Pangolin erscheint heute



Heute erscheint die neue Ubuntu-Version 12.04 LTS Precise Pangolin. Diese Version wird zum ersten Mal 5 Jahre lang unterstützt. Bisher endete der Support nach 3 Jahren. Ich werde sobald wie möglich die auf meinem Arbeitsrechner installierte Version 10.04 auf 12.04 upgraden. Das sollte kein Problem darstellen, weil ich hier auch die stabile Debian 6.0 installiert habe. Sobald ich mehr über das Upgrade weiß, werde ich hier berichten.

Nachtrag 18:40

Hier laufen die Backups schon seit vielen Stunden. Ich benutze diesmal den simplen kopier-Befehl dd, der eine komplette Partition als Image-Datei speichern kann. wiki.ubuntuusers.de/Shell/dd Bei mir sind die Linux-Partitionen eh immer 20 GB groß - und das paßt auf heutige externe Platten gut drauf. Komprimieren dagegen dauert bei mir richtig lange und erspart nur ungefähr die Hälfte des Platzes.
$ sudo dd if=/dev/sda1 of=~/image_sda1.img

Nebenbei lese ich ein wenig den Artikel Ubuntu 12.04 LTS "Precise Pangolin" ist erschienen und frage mich, wie ein Upgrade nochmal ging... die Anleitung befindet sich noch in der Baustelle ubuntuusers.de/Baustelle/Upgrade_Lucid_auf_Precise und es scheint auch noch einige Probleme beim Upgrade zu geben wie man im Forum sehen kann. Momentan hätte ich "sehr viel" Zeit für ein Upgrade... ich muß mal überlegen, auf welche Installation ich notfalls verzichten könnte... Der Artikel hier wird weiter gepflegt, wenn ich was neues hab.

Nachtrag 23:45

Alle 2 Jahre im April ist der Stromverbrauch besonders hoch, weil Ubuntu ein Upgrade erfährt. Das ist dann auch immer höchste Zeit, um Backups von den Systemen zu ziehen. Und genau das geschieht heute schon den ganzen Tag. In der Zwischenzeit habe ich mir aus dem Baustellen-Artikel oben notiert, was ich tun will, um ein Upgrade zu starten:

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

$ gksudo gedit /etc/apt/sources.list

dort eintragen:
deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise-updates main


$ sudo apt-get install update-manager-core && sudo update-manager --proposed

Hier noch die Upgrade-Anleitung von ubuntu.com [en] und die Release Notes [en].

Nachtrag 27.04. 00:30

Ich kann ja eh nicht schlafen, wenn ich nicht weiter mache. Die Backups sind gelaufen und jetzt steht das Upgrade an. Ich möchte es zumindest anstoßen und dann über Nacht laufen lassen. Es handelt sich um meine erste Installation, die ich je gemacht habe und seither durch Upgrades auf den neusten Stand gehoben habe.

Die von mir abgeschriebene Anleitung oben ist tatsächlich noch Baustelle und funktioniert so nicht. Ich hab's jetzt wie folgt gemacht:

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

$ gksudo gedit /etc/apt/sources.list

dort sämtliche "lucid" gegen "precise" ersetzen.
dort nur in der Zeile "updates main" das lucid durch precise ersetzen. (korrigiert 27.04. 09:30)

$ sudo apt-get install update-manager-core
$ sudo update-manager -d &



Nachtrag 27.04. 00:50

Jetzt erscheint ein Fenster mit dem Hinweis, daß ich auf eine Beta-Version Upgraden werde. Es scheint alles noch nicht perfekt zu sein. Aber ich werde es jetzt durchziehen und "System aktualisieren" klicken. - Sonst hab ich ja hier nichts zu berichten. ;-) Die Meldung "Veröffentlichungshinweise" lautet übrigens wie folgt:

"= Welcome to the Ubuntu 'Precise Pangolin' development release =

''This is still a BETA release.''
''Do not install it on production machines.''

Thanks for your interest in this development release of Ubuntu.
The Ubuntu developers are moving very quickly to bring you the
absolute latest and greatest software the Open Source Community has to
offer. This development release brings you a taste of the newest features
for the next version of Ubuntu.

== Testing ==

Please help to test this development snapshot and report problems back to the
developers. For more information about testing Ubuntu, please read:

http://www.ubuntu.com/testing

== Reporting Bugs ==

This development release of Ubuntu contains bugs. If you want to help
out with bugs, the Bug Squad is always looking for help. Please read the
following information about reporting bugs:

http://help.ubuntu.com/community/ReportingBugs

Then report bugs using apport in Ubuntu. For example:

ubuntu-bug linux

will open a bug report in Launchpad regarding the linux package. Your
comments, bug reports, patches and suggestions will help fix bugs and improve
future releases.

== Participate in Ubuntu ==

If you would like to help shape Ubuntu, take a look at the list of
ways you can participate at
http://www.ubuntu.com/community/participate/

== More Information ==

You can find out more about Ubuntu on the Ubuntu website and Ubuntu
wiki.

http://www.ubuntu.com/
http://wiki.ubuntu.com/

To sign up for Ubuntu development announcements, please
subscribe to Ubuntu's development announcement list at:
http://lists.ubuntu.com/mailman/listinfo/ubuntu-devel-announce"

Nachtrag 27.04. 01:00

Hier die nächsten Screenshots.





Nachtrag 27.04. 01:15

Diese Live-Reportage mitten in der Nacht macht mir richtig Spaß. Auch wenn ich nicht weiß, ob jemand so ähnlich bekloppt ist wie ich und alle paar Minuten auf meiner Seite F5 zum aktualisieren drückt und so von den Veränderungen in diesem Artikel überhaupt live was mitbekommt.

Der Computer den ich gerade aktualisiere ist tatsächlich nicht mehr mein Arbeitsrechner. Er soll es aber wieder werden - möglichst mit einem neuen Gehäuse und neuem, sehr leisen Netzteil. Die Installation, die ich gerade jetzt Upgrade, trage ich seit Ende 2007 mit mir rum. Es ist die erste von mir installierte Ubuntu-Version, die bis heute funktionsfähig ist. Ich behaupte jetzt einfach mal: So viele Upgrades hintereinander kann man mit Windows nicht machen:

1. 7.10 > 8.04
2. 8.04 > 8.10
3. 8.10 > 9.04
4. 9.04 > 9.10
5. 9.10 > 10.04
6. 10.04 > 12.04

Das Upgrade auf Lucid auf genau diesem Computer habe ich übrigens am 14.05.10 gemacht und nur wenig dazu hier gepostet. Es war damals mein produktives System und somit habe ich ein wenig gewartet, bis die schlimmsten Fehler beseitigt waren oder es Lösungen gab. Nun ist es mir mal egal, denn es gibt genügend Sicherungen - bin sehr gespannt. :-)

Nachtrag 27.04. 02:00


"Die Aktualisierungen konnten nicht installiert werden

Die Systemaktualisierung wurde abgebrochen. Ihr System könnte sich in einem nicht verwendbaren Zustand befinden. Eine Wiederherstellung wird gestartet (dpkg --configure -a)."

Ein gebe ein
$ sudo dpkg --configure -a
$ sudo apt-get update && apt-get dist-upgrade
... und werde gewarnt, daß ich etwas potentiell Schädliches tun würde. Ich soll eingeben "Ja, tue was ich sage!". - Ne Freundchen - nicht um die Uhrzeit. shutdown und ich leg mich hin. Gute Nacht.

Nachtrag 27.04. 09:30

Zunächst ein großes Lob an die Ubuntu-Entwickler: Das System konnte ich heute morgen problemlos in der alten Version 10.04 hochfahren. Allerdings blieben weitere Installationsversuche erfolglos.

$ gksudo gedit /etc/apt/sources.list
Dort tausche ich wieder sämtliche "precise" gegen "lucid" aus. Nur bei "updates main" muß "precise" stehen.

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
$ sudo update-manager -d &

Jetzt läuft die Installation. Ungefähre Dauer: 1 Stunde 30 Minuten. :-)
Es muß übrigens nicht wieder 60 Minuten lang alles heruntergeladen werden. Die Daten waren noch im Cache und wurden zunächst begleitet von ein paar Fragen konfiguriert und werden jetzt installiert. Es sieht sehr gut aus.

Nachtrag 27.04. 09:50

Sag zum Abschied leise printscreen... So langsam wird der Desktop geschreddert. Man kann schon sehen, wie Icons z.B. vom Epiphany Webbrowser verschwinden... irgendwie traurig. *snief*


Nachtrag 27.04. 10:55

Durch die Fragen während der Installation ist der Prozess leider immer wieder stehen geblieben und somit hat es etwas länger gedauert als geplant. Aber nun ist das Werk vollbracht. Zum Schluß hatte ich nur noch knappe 1,7 GB auf der Festplatte frei.

Die grub-Konfiguration lasse ich wie gehabt, weil ich ja mehrere Betriebssysteme installiert habe. Von Debian Testing aus starte ich ein
$ sudo update-grub

Gleich steht ein restart an. Die Festplatte wird vor dem Start auf Fehler geprüft. Und noch ein Neustart. Es bleibt spannend.

Nachtrag 28.04. 01:00

Durch die Fragen während der Installation ist der Prozess leider immer wieder stehen geblieben und somit hat es etwas länger gedauert als geplant. Aber um 11:00 war das Werk vollbracht. Meine geänderte Anleitung im "Nachtrag 27.04. 00:30" hat den Erfolg gebracht. Golem Test Ubuntu 12.04 - Unity wird reif kann ich aber nicht bestätigen. Ja, der Desktop war auch bei mir auf Unity-Niveau heruntergeschraubt. Nichts ist mehr konfigurierbar. Die Oberfläche ist mir so oft abgestürzt, daß ich mich nur noch gewundert habe und Erinnerungen an KDE aufkamen. Einmal blinkte die Numlock-LED sogar sehr arhythmisch. "Entschuldigung, Ubuntu 12.04 hat einen internen Fehler festgestellt." erscheint jetzt häufiger, auch unter Gnome. Manchmal wurde der Bildschirm dunkel und der Monitor meinte "no signal". Beim Herunterfahren erscheint regelmäßig Chaos bzw. Buchstabensalat auf dem Bildschirm. Die "Recovery Console" funktioniert bei mir gar nicht. Gnome3 (mit alles) hat bei mir auch schon ohne Funktion gestartet. Nur die Maus konnte man noch bewegen - klicken war nicht. Strg-Alt-F1 startet an meinem Monitor den Schlummerbetrieb und Strg-Alt-F7 zeigt danach den Mauszeiger vor einem komplett schwarzen Hitnergrund. - Das scheint dann wohl schon Gnome4 zu sein. Und Gnome5 ist dann ohne Mauszeiger, während Gnome6 die Öko-Version wird, bei der der Computer direkt abgeschaltet wird.

Meine vielen Tools befinden sich jetzt unter Unity unsortiert links in einem endlosen Icon-Gewühl. Das Menü mit den Anwendungen ist genauso verschwunden wie viele altbekannte Tools, die man noch gerne nutzen würde. Man findet nichts wieder. Nur die Icons auf dem Desktop liegen noch immer dort. Da fällt mir ein: Ich muß mal eine möglichst komplette Liste mit allen Tools erstellen bzw. daß man sie wenigstens noch von der Befehlszeile aus starten kann - solange sie noch existieren.

Synaptic-Paketverwaltung
$ su-to-root -X -c /usr/sbin/synaptic

Bildschirmschoner
$ gnome-screensaver-preferences
funktioniert leider nicht mehr. Ich habe auch keine andere Möglichkeit gefunden, den Bildschirmschoner zu konfigurieren.

Die Oberflächen mit 2D und 3D zu bezeichnen ist wohl wirklich von geistigen Blondinen ausgegangen. Was bitte hat die eine oder andere Desktop-Oberfläche mit 3D zu tun??? Sat1 sendet auch nicht 3D nur weil der Ball sich dreht.

Häufig fehlen oben an den Fenstern die Knöpfe zum vergrößern, verkleinern, schließen. Beim letzten "Upgrade" auf 10.04 wurden die Knöpfe noch nach links verschoben und man konnte sie wieder zurück holen. Rechts fehlt der Scrollbalken, der erst erscheint, wenn man korrekt mit der Maus darüber zielt. Wenn ich die Veränderungen so beobachte, habe ich wirklich so langsam richtige Angst vor neuen Ideen der Entwickler. Aber mit "GNOME Classic (No effects)" kann man sich vermutlich noch am besten behelfen, bis ein anderer Desktop verfügbar wird.

Fazit: Gegen Ubuntu 12.04 ist sogar Debian 7.0 Wheezy (Testing!!) sehr stabil und benutzbar. Zumindest bislang ist 12.04 nicht precise, sondern ein Griff ins Klo.


Kommentare:

  1. Oh man, und ich hab mir das 64 Bit ISO gesaugt. Werde ich wohl nur als Live CD kurz antesten.
    Zum Installieren scheint es sich ja nicht zu lohnen.

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  2. Es mag ja Fans von Gnome3 oder Unity geben, aber ich gehöre sicher nicht dazu. Ich kann schon verstehen, daß es solche Oberflächen gibt, die scheinbar für Tablet-PCs gemacht sind. Viel schlimmer finde ich, daß der normale User mit Maus zu dem Quatsch gezwungen wird und man sich was anderes suchen muß, wenn einem das nicht paßt. Das gleiche Problem kommt natürlich ein wenig später auf die Debian-Nutzer zu - aber vermutlich weniger schlimm. Gnome3 Classic kann man fast normal benutzen. Und irgendwann wird es genügend Tools geben, um die Oberfläche konfigurierbar zu machen. Ob das bei Unity auch gehen wird, steht in den Sternen. Die Abstürze unter Ubuntu fand ich aber wirklich erschreckend - kam mir vor wie ne Beta-Version. Das ist wie beschrieben unter Debian Testing mit Gnome3 bei mir noch nicht vorgekommen. Ich würde Dir momentan xubuntu empfehlen oder am besten warten und bei 10.04 bleiben. Diese Version wird ja noch 1 Jahr lang unterstützt.

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  3. Kai wir sind uns in manchen Dingen ganz schön ähnlich.
    Ich bleib auch auf meinem Läppi auf Mint9 noch das eine Jahr (wegen LTS), vielleicht auch länger.
    Und als echte Alternative kommt wahrscheinlich wirklich nur noch XFCE in Frage.
    Gnome 2 war einfach top und auch KDE 3 war richtig gut. Die neuen Sachen sind mir einfach zu hype, oder so.

    Schönen Abend noch. :D

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  4. Danke.

    Gnome3 Classic ist ähnlich dem alten Gnome2, aber nur auf dem ersten Blick. Das Gefühl "das ist mein System" kommt nicht auf, weil man (noch?) zu wenig einstellen kann. Und: Wird es die Classic-Variate in der Zukunft noch geben? Und ich hab mir gestern nochmal KDE angeguckt. Aber bei letzterem habe ich immer so ein ungutes Gefühl und den Gedanken "was haben die sich bloß dabei gedacht?". Ich verstehe einfach nicht, für was man die blöde Cashew-Nuss braucht. Für was ist das blöde Feld links oben mit den 3 Icons und der Rest des Desktops ist gesperrt? Warum kann ich nicht mal das Format der Uhrzeit und Datumsanzeige einstellen? Und warum ist die Menüführung z.B. beim editieren der Leiste unten so chaotisch und geht über zig unverständliche Ecken? Plasmoide, Miniprogramme, Cashew-Nuss u.s.w. - warum muß man das Rad umbenennen und so tun, als hätte man es neu erfunden?

    Dir auch ein schönes WE.

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  5. Ich hab noch den Begriff "Aktivitäten" vergessen. - Fürchterlich. Es ist Deutsch, aber es erklärt nichts.

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